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Soziales Dorf: Projektstand
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Von Andernach abgekupfert: Im "Essbaren Dorf" ist Erdbeerklau normal

Eingereicht von Maria, Detlef am 21. Jan 2013 - 07:00 Uhr             Seitenaufrufe: 9888

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Das 'Pflücken erlaubt'-Prinzip im Landprojekt verwirklichen: Ein 'essbares Dorf' soll Beitrag zur Slow Food/Slow City-Gestaltung werden

Die englische Stadt Todmorden macht es incredible edible vor. Das rheinland-pfälzische Andersnach importiert die 'Essbare Stadt' nach Deutschland und sorgt bundesweit für Aufsehen. 
Ein Bekannter hatte Initativensprecher Detlef auf das öffentliche Obst- und Gemüseangebot in Andernach aufmerksam gemacht. Das Telefonat im Spätfrühling 2012 dauert ganze 90 Minuten. 

Auch Maria ist von der Idee angesteckt. Sie fährt nach Andernach und sieht sich die Essbare Stadt vor Ort an. Danach steht für beide fest: Das Landprojekt soll, nein, es muss ein essbares Soziales Dorf werden.  


Die öffentlichen Gärten von Andernach

Die essbare Stadt von Andernach ist eine mitreissende Stadtidee. Auf öffentlichen Flächen sind überall im Stadtgebiet kleine und grössere Gärten angelegt. Deren angebautes Obst und Gemüse darf sich jeder Andernacher nehmen, dessen Küchenplan einen Bedarf anmeldet. 
Der Anbau erfolgt durchgehend in biologischer Qualität. Ein Leckerbissen an Biodiversität: Die Pflanzen werden in unvorstellbarer Artenvielfalt angepflanzt. So fand man in Andernach 2010 nicht weniger als 300 (!) Sorten Tomaten vor. Ein Jahr später waren über 100 Bohnensorten im öffentlichen Angebot. 2012 folgte das Jahr der Zwiebel.

Inzwischen hat die Stadt in Rheinland-Pfalz ökologische Stadtentwicklungsgeschichte in Deutschland geschrieben. Die Medien berichten regelmäßig darüber. 
An anderen Orten gibt es Aktivitäten, einen Ableger der öffentlichen Gärten in der eigenen Stadt einzupflanzen. So auch in Minden. Denn überaus sympathisch sind die öffentlichen Gärten den Menschen bundesweit allemal.


"Das Soziale Dorf soll essbar werden!"

Die Andernacher Idee hat bei Maria und Detlef einigen dörflichen Gestaltungseifer ausgelöst. Das Soziale Dorf soll nach ihrem Vorschlag Gärten nach dem 'Pflücken erlaubt'-Prinzp bekommen.
Unverändert übernommen werden soll auf jeden Fall das öko/bio-Prinzip und die Sortenvielfalt sowie das insektenfreundliche Blütenmeer an Wildblumen. Die Bienen wird es freuen. 

"Genau wie in Andernach sollen alte Sorten aus dem Dornröschenschlauf geweckt werden." so Marias Anliegen. "Diese haben einen weitaus höheren Vitamin- und Mineralstoffgehalt. Und sie sind robuster gegenüber Schädlingen und Krankheiten."

Für die Umsetzung bieten sich Flächen in den Nachbarschaften und zwischen den Gebäuden des zentralen Dorfbereiches an.
"In der Mitte des Dorfplatzes könnte ich mir einen umsonst-Garten gut vorstellen." regt Detlef an. "Im Herz des Dorfes." Weitere passende Orte wären nach seiner Ansicht in der Umgebung der Wohlfühlorte und des vorgeschlagenen Burnout-Wohnens.

Die Pflücken erlaubt-Gärten sollen aber nicht auf wenige Flächen beschränkt bleiben. Vorstellbar sind viele kleine und grössere "gedeckte Tische in der Natur" im bewohnten und belebten Dorfteil


2x Garten: Ökogartenbau und essbares Dorf

Neben dem Gestaltungsdetail "essbares Dorf" ist bereits ein Teilbetrieb Ökogartenbau Bestandteil des Konzeptes. Dessen Erträge sind für die Versorgung der Ökokantine und den Verkauf im Hofladen vorgesehen. 
Die beiden verschiedenen Gartenbereiche können bei Besuchern leicht zu Verwechselungen führen. Bei der Planung und späteren Ausführung ist daher darauf zu achten, dass sie gut zu unterscheiden sind.
"Auf jeden Fall dürften sie an keiner Stelle aneinandergrenzen." meint Detlef als einer der beiden Vorschlagenden dazu. Auch optische Merkmale könnten helfen, Verwechselungen zu vermeiden. Hier weiss die Gestaltungskunst der Permakultur sicher weiteren Rat.


Das vorgeschlagene Urban Gardening ist ein gartenbauliches Juwel. Eine solche Aussengestaltung wird den Lebenswert des ökosozialen Landprojektes deutlich erhöhen.
"Das Summen und Brummen auf den Wildblumen wird sicherlich auch die Kinder im Dorf begeistern." Davon ist Maria überzeugt, die den Naturkindergarten vorgeschlagen hat. 

Autor: Detlef Müller, Ergänzungen von Maria Herzger


Weblinks zur 'Essbaren Stadt' 

SEIN.de - Todmorden: Die unglaublich essbare Stadt

Das Erste.de (ARD) - Andernach - die essbare Stadt

Das Grüne Blatt -Urbane Landwirtschaft, die essbare Stadt in Andernach 

Der Newsblog - Deutschlands erste essbare Stadt - Andernach: "Der Tisch ist gedeckt!"

Blogs/Wiki - Für eine bessere Welt | Speiseräume | Hortipendium

Andernach, Rheinland-Pfalz - Webseite | Wikipedia

Essbare Städte - Kassel | Minden | Liste



Anmerkungen:
Vorschlag Maria, Detlef - Dorfbereich: Öffentliche Gärten nach dem Essbare Stadt-Vorbild
FOTOS: Maria Herzger


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Kommentare

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  1. Lokales Projekt 'Essbare Stadt Minden'
    Inzwischen hat auch Minden ein Stadtprojekt 'Pflücken erlaubt statt Betreten verboten'.
    Einer der Anfänge war das oben angesprochene Telefonat mit Stefan Schröder. Die Auftaktveranstaltung fand am 12. März 2013 in der Offenen Kirche St. Simeonis statt.

    Webseite - www.essbare-stadt-minden.de

    Gruss
    Detlef Müller

    PS: Und ja, ich bin da auch mit an Bord. Macht Spaß, wir kommen fast schon atemberaubend gut voran. icon_smile
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